Du sollst dir ein Bild machen
Künstlerhaus Wien
2025 / 2026
Die Ausstellung DU SOLLST DIR EIN BILD MACHEN erzählt von der Imaginationskraft religiösen Erlebens, ihre visuelle Entsprechung in der christlichen Bildtradition und deren Interpretation durch Künstler*innen der Gegenwart. Im Zentrum stehen Werke, deren Schöpfer*innen sich mit kritischem aber auch liebevollem, mit humorvollem, aber auch feministischem Blick der christlichen Ikonographie annähern und neue Sichtweisen auf über Jahrhunderte tradierte Bildmotive ermöglichen. In Konzeption und Ausrichtung steht die Schau nicht für vordergründige Provokation oder lauten Protest, sondern mehr für einen differenzierten Blick, für eine Suche nach Gemeinsamkeiten und das Bestreben einen Dialog von zeitgenössischer Kunst und Religion zu fördern.
Drago Persic lässt sich in seinen Bildern immer wieder von Motiven der alten Meister inspirieren. Seinen Werken geht eine intensive Auseinandersetzung mit Farbe und Pigmenten voraus. Bei der altmeisterlich gemalten Werkserie Bergotte* (2024/2025) erinnern Faltenwurf, Geste und Kolorit unweigerlich an Bilder der christlichen Ikonografie. In vielen Bildern trägt Christus ein rotes Untergewand (Symbol für sein Menschsein und sein Leiden) und ein blaues Übergewand (Symbol für seine Göttlichkeit). Das (Ultramarin-)Blau lässt aber auch an die Mutter Gottes denken (siehe Text zu Sumi Anjuman).
Drago Persic's paintings frequently draw on motifs from the old masters. His work is preceded by a profound engagement with colour and pigment. In the series Bergotte* (2024/2025), painted in the style of old masters, the drapery, gesture, and colour palette inevitably echo Christian iconography. Several paintings depict Christ dressed in a red undergarment, symbolising his humanity and suffering, and a blue robe, signifying divinity. The ultramarine shade of blue also evokes the Holy Mother (see text on Sumi Anjuman).
Kuratiert von Sebastian Haselsteiner (Leiter von STRABAG ART) und Günther Oberhollenzer (künstlerischer Leiter Künstlerhaus)
Website: Künstlerhaus Wien
Religion wie Kunst gehören zu den Wesenszügen des Menschen und beschäftigen sich mit den grundlegenden Fragen des Menschen: der Frage nach dem Sinn, der Welt, unserem Sein. Die Religion macht das Unvertraute vertraut, die Kunst stellt der vertrauten Welt oft einen unvertrauten Bereich gegenüber. Kirche und Kunst verbindet auch das Irrationale, das Geheimnisvolle und besonders die Imagination und Vorstellungskraft, sich eine Welt mit eigenem Regelwerk und Gesetz zu erschaffen – eine Welt, die auch zurückstrahlt auf unser Leben, uns über unsere Existenz erzählt. Eine Vielfalt dieser Welten wird in DU SOLLST DIR EIN BILD MACHEN sichtbar gemacht.
Künstler*innen: Sevda Chkoutova, Gunter Damisch, Robert Gabris, Birke Gorm, Maria Legat, Stefan Peters, Natascha Schmitten, Lucia Tallová, Andreas Werner, Clemens Wolf, Bernard Ammerer, Asgar / Gabriel, Bernhard Buhmann, Peter Cvik, Márta Czene, Johannes Daniel, Oliver Dorfer, Minh Dung Vu, Vivian Greven, Bertram Hasenauer, Daniel Karrer, Moussa Kone, Suse Krawagna, Florina Leinß, Larissa Leverenz, Nikolaus Moser, Robert Muntean, Sali Ölhafen, Payer Gabriel, Sonja Gangl, Drago Persic, Tobias Pils, Georg Pinteritsch, Shuvo Rafiqul, Markus Saile, Stylianos Schicho, Christian Schwarzwald, Julia Steiner, Erik Sturm, Gerlinde Thuma, Eva Wagner, Klaus Wanker, Chen Xi, Marcin Zawicki
2025 / 2026
Die Ausstellung DU SOLLST DIR EIN BILD MACHEN erzählt von der Imaginationskraft religiösen Erlebens, ihre visuelle Entsprechung in der christlichen Bildtradition und deren Interpretation durch Künstler*innen der Gegenwart. Im Zentrum stehen Werke, deren Schöpfer*innen sich mit kritischem aber auch liebevollem, mit humorvollem, aber auch feministischem Blick der christlichen Ikonographie annähern und neue Sichtweisen auf über Jahrhunderte tradierte Bildmotive ermöglichen. In Konzeption und Ausrichtung steht die Schau nicht für vordergründige Provokation oder lauten Protest, sondern mehr für einen differenzierten Blick, für eine Suche nach Gemeinsamkeiten und das Bestreben einen Dialog von zeitgenössischer Kunst und Religion zu fördern.
Drago Persic lässt sich in seinen Bildern immer wieder von Motiven der alten Meister inspirieren. Seinen Werken geht eine intensive Auseinandersetzung mit Farbe und Pigmenten voraus. Bei der altmeisterlich gemalten Werkserie Bergotte* (2024/2025) erinnern Faltenwurf, Geste und Kolorit unweigerlich an Bilder der christlichen Ikonografie. In vielen Bildern trägt Christus ein rotes Untergewand (Symbol für sein Menschsein und sein Leiden) und ein blaues Übergewand (Symbol für seine Göttlichkeit). Das (Ultramarin-)Blau lässt aber auch an die Mutter Gottes denken (siehe Text zu Sumi Anjuman).
Drago Persic's paintings frequently draw on motifs from the old masters. His work is preceded by a profound engagement with colour and pigment. In the series Bergotte* (2024/2025), painted in the style of old masters, the drapery, gesture, and colour palette inevitably echo Christian iconography. Several paintings depict Christ dressed in a red undergarment, symbolising his humanity and suffering, and a blue robe, signifying divinity. The ultramarine shade of blue also evokes the Holy Mother (see text on Sumi Anjuman).
Kuratiert von Sebastian Haselsteiner (Leiter von STRABAG ART) und Günther Oberhollenzer (künstlerischer Leiter Künstlerhaus)
Website: Künstlerhaus Wien
Religion wie Kunst gehören zu den Wesenszügen des Menschen und beschäftigen sich mit den grundlegenden Fragen des Menschen: der Frage nach dem Sinn, der Welt, unserem Sein. Die Religion macht das Unvertraute vertraut, die Kunst stellt der vertrauten Welt oft einen unvertrauten Bereich gegenüber. Kirche und Kunst verbindet auch das Irrationale, das Geheimnisvolle und besonders die Imagination und Vorstellungskraft, sich eine Welt mit eigenem Regelwerk und Gesetz zu erschaffen – eine Welt, die auch zurückstrahlt auf unser Leben, uns über unsere Existenz erzählt. Eine Vielfalt dieser Welten wird in DU SOLLST DIR EIN BILD MACHEN sichtbar gemacht.